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Monitoring 10. Oktober 2023 2 Minuten Lesedauer

Zabbix Conference Germany 2023 – Premiere in Berlin.

Recap der ersten deutschsprachigen Zabbix-Konferenz: zwei Tage Berlin, intensiver Austausch und ein Format, das überzeugt hat.

Alexander Fox
Alexander Fox
PlaNetFox · Linux- und Open-Source-Consultant
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Ein neues Konferenz-Format hat es immer schwer: Wird es genug Teilnehmer geben? Funktioniert die Mischung aus offiziellen Talks und Community-Charakter? Passt das Set-up? Bei der ersten Zabbix Conference Germany im November 2023 in Berlin war die Antwort schnell klar: ja, das funktioniert – und es war überfällig.

Zwei Tage, ein Thema #

Über zwei Tage drehte sich alles um Monitoring, Metriken und Items. Das klingt sehr fokussiert – und genau das war die Stärke. Statt einem überladenen Multi-Track-Programm gab es konzentrierte Vorträge mit Tiefgang, dazwischen genug Zeit für Gespräche.

Vor Ort: Anwender aus dem deutschsprachigen Raum, Zabbix-Partner und das Kernteam aus Riga. Vom Solo-Admin bis zum Konzern-Monitoring-Lead – alle mit demselben Tool, aber sehr unterschiedlichen Setups. Genau diese Spannweite macht solche Treffen wertvoll.

Themen und Eindrücke #

Die Vorträge deckten ein breites Spektrum ab: Best Practices aus realen Anwendungen, Integrations-Beispiele, Performance-Tuning, und natürlich der Ausblick auf zukünftige Zabbix-Versionen. Was bei einer Premiere immer besonders ist: viele Speaker erzählen, wie sie selbst das Tool entdeckt und Stück für Stück in ihre Infrastruktur integriert haben. Das macht die Vorträge zugänglich, auch wenn man die jeweilige Branche nicht kennt.

Slide aus dem Vortrag: New widgets – Honeycomb

Konkretes Beispiel aus den Roadmap-Vorträgen: das neue Honeycomb-Widget für die Übersicht großer Metrik-Mengen – mit Zoom auf einzelne Zellen und Threshold-basierten Farben.

Ein Highlight für mich war die Vorstellung des neuen Honeycomb-Widgets: Wer schon mal versucht hat, hunderte Items in einer einzigen Übersicht sinnvoll darzustellen, kennt das Problem. Klassische Listen oder Standard-Graphen skalieren da nicht. Die Honeycomb-Darstellung bringt holistische Übersicht und granulare Drill-down-Möglichkeit in einem Widget – genau die Art von Quality-of-Life-Feature, das im Alltag spürbar wird.

Was bei mir besonders hängengeblieben ist: Wie unterschiedlich die Wege sind, mit denen Teams Zabbix einsetzen – und gleichzeitig, wie ähnlich die Schmerzpunkte. Templates, Discovery-Rules, Trigger-Logik: das sind die Dauerbrenner, an denen jeder irgendwann sitzt.

Austausch in der Kaffeepause #

Zabbix Monitoring Solution Tasse aus dem Konferenz-Merch

Konferenz-Souvenir und treuer Begleiter durch zwei Tage Berlin – die rote Zabbix-Tasse aus dem 2023er Merch.

Die wertvollsten Gespräche fanden – wie auf jeder guten Konferenz – nicht im Vortragssaal statt, sondern bei Kaffee und Mittagessen. Der direkte Austausch mit anderen Zabbix-Admins zu konkreten Problemen ist durch keine Online-Doku zu ersetzen. Wer das gleiche Setup hat, weiß sofort, wo der Schuh drückt.

Auffällig war außerdem: Die Stimmung war ungewöhnlich offen. Man teilt nicht nur Erfolge, sondern auch Stolperfallen, Fehlentscheidungen und Migrations-Schmerzen. Das ist im Open-Source-Umfeld zum Glück häufiger als in proprietären Communities, aber hier besonders spürbar.

Premiere geglückt – und Wunsch nach mehr #

Am Ende der zwei Tage war für mich klar: Das Format gehört wiederholt. Eine deutschsprachige Zabbix-Konferenz schließt eine Lücke, die die jährliche Hauptkonferenz in Riga (so toll sie ist) nicht füllen kann. Die Hürde für viele Teilnehmer aus DACH ist mit Berlin deutlich niedriger – und entsprechend gemischter ist das Publikum.

Zwei Jahre später folgte die zweite Auflage. Mein Recap dazu: Zabbix Conference Germany 2025 – Berlin, Community, Roadmap →